regenbogenbrücke


Viele Tiere kommen und gehen, da diese Seite erst ganz neu aufgebaut wird, haben wir uns auf die Anwesenden konzentriert und werden in den nächsten Wochen immer mehr auch die schon platzierten oder von uns gegangenen einfügen, sowie Fotos usw. vorhanden sind. Da ich diese Arbeit schon viele Jahre mache und vor allem die ersten Jahre weder Handy mit Kamera (ja das gab es da noch nicht) noch eine Kamera besass, gibt es zu ganz vielen Tieren keine Bilder oder Dokumentation. So werde ich mich im Rückblick auf die letzten paar Jahre beschränken.

 

Shiva Nancy LAP

31.3.2001-24.4.2020 Selle Français

 

Shiva Nancy LAP
2001-25.4. 2020
Traurig und voller Unverständnis muss ich euch mitteilen dass Shiva am 24.4.2020 ganz plötzlich ihre Reise in den Himmel angetreten hat.
Bis heute fasse ich es nicht- ich ertappe mich täglich mehrfach dabei, dass ich glaube, Shiva sei nur uns Eck- komme gleich angelaufen- mit dem Hintern voran um gekrault zu werden- mit angelegten Ohren um den andern Mädels Beine zu machen- ein Leben lang Leitstute- die Kinder so vorsichtig trug, dass sie ganz sicher nicht runterfallen, die im Schnee toben konnte wie ein Fohlen- am Strick wohlgemerkt- und nach kurzem Nachsehen, obs noch in Ordnung sei, gerade wieder los tobten, die Stute welche an Patroulienritten die Aufgabe schnelke verstand als ich und mich mit liegendem Zügel durchführte, welche aus Jux anfing Rinder zu trennen auf der Weide- ohne dass jmnd das je zeigte,
welche mir direkt ins Herz schaute- mich herausforderte und schützte- einfach das eine spezielle Pferd welches ganz tief im Herzen verankert ist.
Nun galoppiert oder schweinstrabt sie auf der Wiese im Himmel mit Aris und Maroussia und Luna- ihrer Familie- mit Nicki und den anderen schon vorgegangenen- wartet wohl auf uns noch hier verbliebenen... mein Herz weint und wünschte sich mehr Zeit mit ihr hier auf Erden. Ich vermisse dich Shiva!!❤️
Was der Grund war:
Nachdem sie stark lahmte und wir nicht ganz herausfanden woran es lag, hat meine liebe Tieräztin sie am Freitag Abend ins Tierspital überwiesen. Die Grosstier-Ambulanz kam um sie abzuholen (@ alle Pferdebesitzer: Meldet euch an und werdet Mitglied von GTRD- schliesst die Versicherung ab- knapp 90.- pro Jahr. Shiva hatte die beste liebevollste und professionellste Betreuung mit Begleitung im Hänger. Danke an dieser Stelle den lieben Frauen vom Grosstierrettungsdienst!)
Wegen Corona wartete ich Zuhause auf Bescheid vom Tierspital.
Der kam dann leider unschön- das Gelenk sei in Ordnung- der Schleimbeutel nicht. Am nächsten Tag mit grossem Labor könne man mehr sagen.
Samstag kurz vor Mittag kam dann die vernichtende Diagnose.
Nageltritt- Loch war kaum zu finden da schon wieder zu- ging durch die Beugesehne in den Schleimbeutel und hinterliess da Bakterien- die so verheerende Schäden anrichteten, dass einzig die Euthanasie blieb.
So fuhr ich ins Tierspital und musste Abschied nehmen von meinem Seelenpferd- musste sie in den Tod begleiten- obwohl sie selber weit weg vom Sterben war und die Welt nicht verstand warum ich sie nicht heim nehm.

 

Sie kam in desolatem Zustand eher zufällig zu mir, da ich eigentlich einen Wallach aus dem selben Stall adoptierte und um die kleine nicht alleine zurückzulassen AShiva auch noch mit einlus….sie sah aus wie ein Jährling mit Würmern, die Hufe komplett vernachlässigt, zwei Milchzähne waren so zur Seite geklapp, dass sie ins Zahnfleisch stachen und durch das benutzte Gebiss zusäzlich ins entzündete Zahnfleisch gequetscht wurden, mit unpassendem Sattel und einem schweren psychischen Knacks. Sie griff mich im Roundpen auf den Hinterbeinen an, rannte jedes Mal mit Halfter und Seil auf die Weide (unhaltbar auch wenn man vorbereitet war) und liess sich nicht mehr einfangen.... von Reiten war schon gar nicht die rede- so desolat wie die aussah...

 

Nach intensiven medizinischen Behandlungen, Zähne ziehen, Hufe machen, viel Vertrauensarbeit und aufpäppeln wurde aus dem Würmchen eine wundervolle, stolze Stute. Die Züchter lebten in der Nähe und kamen sie immer wieder besuchen. Sie freuen sich bis heute über gelegentliche Bilder und Informationen und kommen sie nach wie vor alle paar Jahre besuchen. Sie ist mein 'Elitepferdchen' sie ist hochintelligent, hoch sensibel und verdammt charakterstark. Eine nicht ganz einfache Kombination.

 

Nach einer solieden Grundausbildung habe ich zweimal versucht Shiava zu platzieren- beide Male kam sie ziemlich bald wieder zurück und danach durfte eine Weile niemand fremdes mehr in den Stall kommen, da sie ‘Interessenten’ witterte und sich von ihrer schlechtesten Seite zeigte- sie begannzu beissen und zu schlagen. Da entschied ich (mit ihr) dass sie bis zu ihrem Lebensende bei mir bleiben dürfe. Seit da ist nie mehr unfreundlich gegen Fremde gewesen und hat sich sichtlich entspannt.

 

Sie wird manchmal geritten (die letzten Jahre nur sehr selten) Wenn dann sind wir meistens ‘nackt’ unterwegs (ohne Sattel, Eisen oder Gebiss) so haben wir sogar schon mehrere Patroullienritte absolviert, wo uns die Menschen als komplette Exoten/Idioten angeschaut haben, bis sie sahen, wie freudig und geschickt Shiva mitmachte, dann wollten sie plötzlich alle kaufen. Wenn Shiava etwas nicht passt, oder sie findet, man sei nicht fair mit ihr gewesen dann hat man keine Chance. Madame stellt keinen Fuss mehr vor den andern. So durfte ich schon Stunden im Regen vor dem Pferdehänger stehen mit ihr, Ich hatte andere Pferde nach Hause gebracht und sie meinte wohl ich lasse sie zurück- sie liess es mich dann spüren….

 

Shiva ist erstaunlicherweise seit sie bei mir ist, unwidersprochen die Chefin. Sie ist unglaublich stark und präsent. Sie ist ein ganz besonderes Pferd.


Marou

Marou war ein Exgalopper mit klassischer Geschichte, zu frühes Training, grober Umgang usw., durch einen ungewöhnlichen Besitzer, der nicht aufgeben wollte, durfte sie danach auf eine Weide um zu vergessen . Nach ein paar Jahren Weide kam sie zu einer lieben Trainerin, die dem Pferd eine Chance geben wollte.

Sie ist beim Putzen zickig- wir haben die Abmachung, dass sie ihre Anspannung durch Luftbeissen und Schweifschlagen abreagieren darf, mich darf sie dabei nicht treffen. Das klappt gut, sie wird nur dann gerne gestreichelt wenn sie selber kommt, sobald man auf die zugeht, beisst und droht sie (schlagen tut sie fast nicht mehr) sie möchte als Handpferd gern dabei sein, wird aber sehr ungerne geritten- lässt‘s aber selten mal zu und ist dann mächtig stolz.

Sie kommt augenblicklich in eine riesen Anspannung, wenn sie glaubt, man habe eine Erwartung an sie, und sie verstehe nicht was- dann kippt sie in eine panische Hysterie, mit um sich schlagen und beissen, danach in eine Panik vor den erwarteten Schlägen. Ich gehe davon aus, dass sie gelernt hat, schneller zu hauen/beissen als der Mensch, dann lässt man sie in Ruhe. Sie traut mir genug, dass ich sie manchmal über den Panikpunkt bringen kann- danach ist sie riesig stolz dass sie etwas gelernt hat oder etwas gemacht hat das neu für sie ist. Sie kommt oft zum Spazieren mit und da liebt sie es am langen Strick vorn eher oder hintendrein zu dackeln- mehr Hund als Pferd. Mit Marou wäre wohl, bei intensivem Training noch mehr möglich, sie zeigt aber oft an, dass es ihr genug oder zuviel ist und zieht sich dann wieder für einige Tage zurück und will nix von einem wissen. Sie wird nach dem Gefühl alles kann, nichts muss gehalten, sie darf kommen, sie darf zeigen wenn sie Unterhaltung, streicheln, Putzen oder Laufen möchte, sie darf aber auch klar zeigen: Heute nicht. Dann wird sie in Ruhe gelassen. Wenn sie krank ist, kommt sie und zeigt sehr klar wo‘s weh tut- holt sich ihre Aufmerksamkeit, ihre Pflege. Sobald sie genug hat droht sie, legt die Ohren an und geht. Sie ist mit der Leitstute Shiva sehr eng und hat sich mittlerweilen auch an Sarah und Chanel angehängt. Marou ist sehr sozial- sobald ein krankes oder unsicheres neues Pferd dazukommt, wird das von ihr unter die Fittiche genommen, und sozialisiert solange bis es selbständig ist, dann wendet sie sich ab und lässt es seine eigenen Wege gehen. Marou ist wahnsinnig sensibel, sie übernimmt sämtliche schlechten 'Stimmungen' im Stall und wird ist dann ganz abgelöscht (Blick, Körpersprache) macht zu, kapselt sich ab und wird krank. Wenn‘s aber einigermassen stimmt ist sie präsent, gelassen und eine riesen Zuckermaus mit Humor. Alle Mädels sind eigentlich nur zu viert unterwegs (auch in einem grossen Offenstall in dem 10 Pferde waren, bildete meine Damengruppe eine eigene, sichtbare Allianz.)

Marou hat letztes Jahr gesundheitlich sehr zu kämpfen gehabt, zweimal innert einem Jahr hatte sie eine heftige, lebensbedrohliche Infektion der Unterhaut am einen Hinterbein die durch wohl resistentere Bakterien verursacht waren und beide Male haarscharf mit viel Tierarztbesuchen und täglich mehrfachen Injektionen bekämpft werden konnten, dadurch blieb das Bindegewebe dieses Beines dauerhaft geschädigt und geschwächt. Es ist dauerhaft etwas angeschwollen, je nach Bewegung und Tagesform mehr oder weniger. Durch die daraus folgende Überbelastung des anderen Beines reagiert sie jetzt mit Gelenksentzündungen, die behandelt werden müssen. Wir sind noch in der Abklärung, was sie braucht um schmerzfrei und wohl leben zu können.


Luna


Pilu


Fay


Gioja


Naira


Numa


Vaniglia


Odessa


Aris


Nikki


Medo


Pfunzlä


Mietzi


Sheila

 

   

 

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